Erhöhung der Mütterrente ab dem 01.01.2019

Seit dem 01.07.2014 gibt es die sogenannte Mütterrente. Diese führt dazu, dass Mütter für vor 1992 geborene Kinder monatlich € 26,39 „Mütterrente“ erhalten.

Ab Januar 2019 gilt eine zusätzliche Erhöhung der Mütterrente in Höhe von € 16,02 pro Kind.

Insgesamt macht die Mütterrente pro Kind monatlich rund € 44,00 aus.

Bei Scheidungen, die vor dem 01.07.2014 durchgeführt wurden, ist im Versorgungsausgleich naturgemäß diese Mütterrente nicht berücksichtigt worden.
Dies führt dazu, dass diese Beträge i. d. R. zu Gunsten der Mütter nicht ausgeglichen wurden, sondern der Kindesmutter ungeschmälert zum Zeitpunkt des Beginns des Rentenbezuges verbleiben.
Im Zuge des Versorgungsausgleichs hätten jedoch auch diese Beträge
Berücksichtigung finden müssen, wenn die gesetzliche Regelung zu diesem Zeitpunkt schon bestanden hätte.

Vor dem Jahr 2014 geschiedene Eheleute, aus deren Ehe Kinder hervorgegangen sind, die vor 1992 geboren wurden, sollten also überprüfen lassen, ob die Gewährung der Mütterrente möglicherweise zu einer Verschiebung bei dem Versorgungausgleich führen würde, der auch eine nachträgliche Abänderung des Versorgungsausgleichs rechtfertigt.

Bei zwei Kindern wird i. d. R. der Schwellenwert, ab dem eine Abänderung des Versorgungsausgleichs durchgeführt werden kann, überschritten.
Dies bedeutet für einen nachträglich durchzuführenden Ausgleich z. B. einen Zuwachs bei dem nichtbeziehenden Elternteil der Mütterrente von rund € 44,00 pro Monat. Bei einer größeren Anzahl von Kindern entsprechend höher.

Lassen Sie sich beraten, um negative Auswirkungen auf den späteren Rentenbezug zu verhindern.

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